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Sollte Heilung wiederholt werden? PDF Print E-mail
Diese Frage beantwortet wirklich sich selbst. Heilung kann nicht wiederholt werden. Wenn der Patient geheilt ist, was bliebe, wovon er geheilt werden müsste? Und wenn die Heilung gewiss ist, wie wir schon gesagt haben, was gäbe es dann zu wiederholen? Für einen Lehrer Gottes heißt sich weiterhin um das Resultat der Heilung sorgen, die Heilung zu begrenzen. Es ist nun der Lehrer Gottes selbst, dessen Geist geheilt werden muss. Und dies ist es, was er erleichtern muss. Er ist nun der Patient, und so muss er sich betrachten. Er hat einen Fehler gemacht, und muss willens sein, seinen Geist darüber zu ändern. Ihm fehlte das Vertrauen, das zu wahrem Geben führt, und daher hat er den Gewinn seiner Gabe nicht empfangen.

Wann immer ein Lehrer Gottes versucht hat, ein Kanal für Heilung zu sein, ist es ihm gelungen. Sollte er versucht sein, dies zu bezweifeln, sollte er sein früheres Bemühen nicht wiederholen. Jenes war bereits maximal, weil der Heilige Geist es so akzeptierte und es so nutzte. Nun hat der Lehrer Gottes nur einem Kurs zu folgen. Er muss sich seiner Vernunft bedienen, um sich selbst zu sagen, dass er das Problem einem gegeben hat, der nicht scheitern kann, und muss erkennen, dass seine eigene Ungewissheit nicht Liebe, sondern Angst, und daher Hass ist. Seine Position ist infolgedessen unhaltbar geworden, denn er bietet einem Hass an, dem er Liebe anbot. Dies ist unmöglich. Nachdem er Liebe angeboten hat, kann nur Liebe empfangen werden.

Dies ist es, worauf der Lehrer Gottes vertrauen muss. Dies ist, was wirklich mit der Aussage gemeint ist, dass die eine Verantwortung das Wunderwirkenden die ist, die Sühne für sich selbst zu akzeptieren. Der Lehrer Gottes ist ein Wunderwirkender, weil er die Gaben gibt, die er empfangen hat. Jedoch muss er sie zuerst akzeptieren. Er braucht nicht mehr zu tun, noch gibt es mehr, was er tun könnte. Dadurch, dass er Heilung akzeptiert, kann er sie geben. Wenn er dies in Zweifel zieht, lass ihn sich daran erinnern, wer die Gabe gab, und wer sie empfing. Auf diese Weise wird sein Zweifel berichtigt. Er dachte, die Gaben Gottes könnten zurückgenommen werden. Das war ein Fehler, doch kaum einer, bei dem man bleiben sollte. Und so kann der Lehrer Gottes ihn nur als das erkennen, was er ist, und ihn für sich berichtigen lassen.

Eine der am schwersten zu erkennenden Versuchungen ist, dass der Zweifel an einer Heilung wegen des Auftretens anhaltender Symptome ein Fehler in der Form eines Mangels an Vertrauen ist. Als solcher ist er ein Angriff. Gewöhnlich scheint es genau das Gegenteil zu sein. Zuerst erscheint es unvernünftig, gesagt zu bekommen, dass fortgesetzte Sorge Angriff ist. Sie hat all die Erscheinungen der Liebe. Doch Liebe ohne Vertrauen ist unmöglich, und Zweifel und Vertrauen können nicht nebeneinander bestehen. Und Hass muss das Gegenteil von Liebe sein, ungeachtet der Form, die er annimmt. Zweifle nicht an der Gabe, und es ist unmöglich, ihr Ergebnis in Zweifel zu ziehen. Dies ist die Gewissheit, die Gottes Lehrern die Macht gibt, Wunderwirkende zu sein, denn sie haben ihr Vertrauen auf ihn gesetzt.

Die wirkliche Basis für Zweifel bezüglich des Ausgangs eines jeglichen Problems, das Gottes Lehrer zur Lösung gegeben worden ist, ist immer Selbstzweifel. Und das bedeutet notwendigerweise, dass Vertrauen auf ein illusionäres Selbst gesetzt worden ist, denn nur solch ein Selbst kann angezweifelt werden. Diese Illusion kann viele Formen annehmen. Vielleicht ist da eine Angst vor Schwäche oder Verletzbarkeit. Vielleicht ist da eine Angst vor Versagen und Scham, verbunden mit einem Gefühl der Unzulänglichkeit. Vielleicht ist da eine schuldige Verlegenheit, von falscher Demut stammend. Die Form des Fehlers ist nicht wichtig. Wichtig ist einzig und allein, einen Fehler als Fehler zu erkennen.

Der Fehler ist immer irgendeine Form der Sorge um das Selbst unter Ausschluss des Patienten. Er ist ein Versagen, ihn als Teil des Selbst zu erkennen, und stellt so eine Verwirrung in der Identität dar. Konflikt darüber, was du bist, hat Eingang in deinen Geist gefunden, und du bist der Täuschung über dich selbst erlegen. Und du bist über dich selbst getäuscht, weil du die Quelle deiner Erschaffung verleugnet hast. Wenn du nur Heilung anbietest, kannst du nicht zweifeln. Wenn du wirklich das Problem gelöst haben willst, kannst du nicht zweifeln. Bist du dir gewiss, was das Problem ist, so kannst du nicht zweifeln. Zweifel ist das Ergebnis in Konflikt stehender Wünsche. Sei dessen sicher, was du willst, und Zweifel wird unmöglich.

Das Geheimnis der Erlösung ist nur dies: dass du dir selbst dies antust. Ganz gleich, welche Form der Angriff annimmt, dies ist dennoch wahr. Wer immer auch die Rolle des Feindes und des Angreifers einnimmt, dies ist dennoch die Wahrheit. Was immer auch die Ursache irgendeines Schmerzes und Leidens, die du empfindest, zu sein scheint, dies ist noch immer wahr. Denn du würdest überhaupt nicht reagieren auf Figuren in einem Traum, von denen du wüsstest, dass du sie träumst. Lass sie so hasserfüllt und so bösartig sein, wie sie wollen, sie könnten keine Wirkung auf dich haben, es sei denn, du versagtest, zu erkennen, dass es dein Traum ist.

Ist diese einzige Lektion gelernt, wird sie dich vom Leiden befreien, welche Form es auch immer annimmt. Der Heilige Geist wird diese eine einschließende Lektion der Befreiung wiederholen, bis sie gelernt worden ist, ungeachtet der Form des Leidens, das dir Schmerz bringt. Welche Verletzung du auch immer zu ihm bringst, er wird mit dieser sehr einfachen Wahrheit Antwort geben. Denn diese eine Antwort nimmt hinweg die Ursache einer jeden Form von Kummer und von Schmerz. Die Form wirkt sich überhaupt nicht auf seine Antwort aus, denn er möchte dich nur die einzige Ursache von ihnen allen lehren, ungeachtet ihrer Form. Und du wirst verstehen, dass Wunder die einfache Aussage widerspiegeln: "Ich habe dies getan, und dies ist es, was ich aufheben möchte."

-Textbuch, Kapitel 27