| Wie stehen Heilung und Sühne in Beziehung zu einander? |
|
|
|
|
Heilung und Sühne stehen nicht in Beziehung zueinander: sie sind identisch. Es gibt keine Schwierigkeitsgrade bei Wundern, weil es keine Grade der Sühne gibt. Sie ist das eine vollständige Konzept, das in dieser Welt möglich ist, weil sie die Quelle einer gänzlich geeinten Wahrnehmung ist. Eine Teilsühne ist eine bedeutungslose Idee, ebenso wie besondere Bereiche der Hölle im Himmel unvorstellbar sind. Akzeptiere die Sühne, und du bist geheilt. Sühne ist das Wort Gottes. Akzeptiere sein Wort, und was bleibt, um Krankheit möglich zu machen? Akzeptiere sein Wort, und jedes Wunder ist vollbracht worden. Vergeben ist heilen. Der Lehrer Gottes hat das Akzeptieren der Sühne für sich selbst als seine einzige Funktion angenommen. Was gibt es also, das er nicht heilen kann? Welches Wunder kann ihm vorenthalten werden?
Der Fortschritt des Lehrers Gottes mag langsam oder rasch sein, davon abhängig, ob er die Einschließlichkeit der Sühne erkennt oder eine Zeit lang manche Problembereiche von ihr ausschließt. In einigen Fällen gibt es ein plötzliches und vollständiges Gewahrsein der vollkommenen Anwendbarkeit der Lektion der Sühne auf alle Situationen, aber dies ist relativ selten. Der Lehrer Gottes mag die Funktion, die Gott ihm gegeben hat, lange angenommen haben, bevor er alles gelernt hat, was sein Akzeptieren ihm in Aussicht stellt. Es ist einzig das Ende, das gewiss ist. Überall auf dem Weg mag ihn die notwendige Einsicht der Einschließlichkeit erreichen. Erscheint der Weg lang, lass ihn zufrieden sein. Er hat über die Richtung entschieden, die er einschlagen will. Was wurde mehr von ihm erbeten? Und da er getan hat, was verlangt war, würde Gott den Rest vorenthalten? Dass Vergebung Heilung ist, muss verstanden werden, wenn der Lehrer Gottes Fortschritte machen soll. Die Idee, dass ein Körper krank sein könne, ist ein zentrales Konzept im Denksystem des Menschen. Dieser Gedanke verleiht dem Körper Autonomie, trennt ihn vom Geist und erhält die Idee des Angriffs intakt. Wenn der Körper krank sein könnte, wäre Sühne unmöglich. Ein Körper, der einem Geist befehlen kann, zu tun, was er für angebracht hält, könnte lediglich den Platz Gottes einnehmen und beweisen, dass Erlösung unmöglich sei. Was bleibt dann zu heilen übrig? Der Körper ist zum Herrn des Geistes geworden. Wie könnte der Geist dem Heiligen Geist zurückgegeben werden, außer der Körper werde getötet? Und wer wollte Erlösung zu solch einem Preis? Gewiss scheint Krankheit nicht eine Entscheidung zu sein. Noch würde irgendjemand tatsächlich glauben, er wolle krank sein. Vielleicht kann er die Idee theoretisch akzeptieren, doch selten wird sie, wenn überhaupt, konsequent angewendet auf alle spezifischen Krankheitsformen, sowohl in der Wahrnehmung des Einzelnen von sich selbst als auch von allen anderen. Noch ist es diese Ebene, auf welcher der Lehrer Gottes das Wunder der Heilung hervorruft. Er blickt über den Geist und Körper hinweg, nur das Antlitz Christi sehend, vor ihm leuchtend, alle Fehler berichtigend und alle Wahrnehmung heilend. Heilung ist das Ergebnis des Erkennens durch Gottes Lehrer, wer es ist, der der Heilung bedarf. Diese Erkenntnis hat keinen besonderen Bezug. Sie gilt für alle Dinge, die Gott erschuf. In ihr werden alle Illusionen geheilt. Wenn ein Lehrer Gottes beim Heilen versagt, liegt das daran, dass er vergessen hat, wer er ist. Die Krankheit eines anderen wird so zu seiner eigenen. Darin, dass er dies geschehen lässt, hat er sich mit der Selbstkonzeption eines anderen identifiziert und hat ihn so mit einem Körper verwechselt. Handelt er auf diese Weise, hat er es abgelehnt, die Sühne für sich selbst zu akzeptieren, und kann sie schwerlich seinem Bruder in Christi Namen anbieten. Er wird in der Tat unfähig sein, seinen Bruder überhaupt zu erkennen, denn sein Vater schuf nicht Körper, und so sieht er in seinem Bruder nur das Unwirkliche. Fehler berichtigen Fehler nicht, und verzerrte Wahrnehmung heilt nicht. Tritt nun zurück, Lehrer Gottes. Du hast dich geirrt. Führe nicht den Weg an, denn du hast ihn verloren. Wende dich geschwind an deinen Lehrer, und lasse dich heilen. Das Angebot der Sühne ist universell. Es ist gleichermaßen auf alle Individuen in allen Umständen anwendbar. Und in ihr ist die Kraft, jeden Einzelnen von allen Formen von Krankheit zu heilen. Das nicht zu glauben heißt, Gott gegenüber ungerecht und deshalb ihm untreu zu sein. Ein kranker Mensch nimmt sich als von Gott getrennt wahr. Möchtest du ihn als von dir getrennt sehen? Es ist deine Aufgabe, das Gefühl der Trennung zu heilen, das ihn krank gemacht hat. Es ist deine Funktion, für ihn zu erkennen, dass das, was er über sich selbst glaubt, nicht die Wahrheit ist. Es ist deine Vergebung, die ihm dieses zeigen muss. Heilung ist ganz einfach. Sühne wird empfangen und angeboten. Da sie empfangen worden ist, muss sie angenommen werden. Es ist also das Empfangen, in dem Heilung liegt. Alles andere muss aus diesem einzigen Zweck folgen. Wer kann die Macht von Gott selbst begrenzen? Wer also kann sagen, welch einer von was geheilt werden kann, und was jenseits von Gottes Macht zu vergeben bleiben muss? Das ist Wahnsinn fürwahr. Es steht den Lehrern Gottes nicht frei, ihm Grenzen zu setzen, weil es ihnen nicht freisteht, über seinen Sohn zu urteilen. Und über seinen Sohn urteilen heißt, seinen Vater zu begrenzen. Beides ist gleichermaßen bedeutungslos. Doch wird dies nicht verstanden werden, bis Gottes Lehrer erkennt, dass es derselbe Fehler ist. Hierin empfängt er Sühne, denn er zieht sein Urteil über Gottes Sohn zurück, ihn so akzeptierend, wie Gott ihn schuf. Nicht länger steht er von Gott getrennt, bestimmend, wo Heilung gegeben und wo sie vorenthalten werden sollte. Jetzt kann er mit Gott sagen: „Dies ist mein geliebter Sohn, vollkommen erschaffen und auf immer so.“ |
"Ein Kurs In Wundern Übersetzungen" mit einem Feed-Reader abonnieren
"Ein Kurs In Wundern Übersetzungen" via E-Mail abonnieren